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BABYLON Metropolis Studies

Ursula Opitz Verlag


Neuerscheinungen

Die Spanier im Pazifik - reloaded

1520-2015

Ronald Daus, Ursula Daus

Die Entdeckung des Seewegs über den Pazifik bis zu den „Gewürzinseln“ Südostasiens durch den in spanischen Diensten stehenden portugiesischen Seefahrer Ferdinand Magellan im Jahr 1520 bestätigte die von höchster Seite bis zu diesem Zeitpunkt geleugnete Annahme, daß die Erde rund sei. Sie beendete auch die unangefochtene Monopolstellung der Portugiesen in Asien und verband über das größte der Weltmeere hinweg die Nachkommen eines Kulturraums, der seit der Wanderung ihrer Vorfahren über die Meerenge der Beringstraße sich in unterschiedlichster Form entwickelt hatten .

Doch die Spanier, die von nun an mit unablässigem Eifer in den großen pazifischen Raum vordrangen, ihre Eroberungen mit geographischen Namen beglaubigten und allen angetroffenen Bewohnern mit dem Etikett „Indio“ einen Einheitsstatus verpassten – wie sie es von Kolumbus gelernt hatten –, waren ausschließlich von Mißgeschicken, Unglück und dem Vergessen heimgesucht. Ob in den Marquesas-Inseln, den Salomonen, den Neuen Hebriden, in Neuguinea, den Marianen oder Karolinen. Nur in ihrer Erstentdeckung, dem „Pacifico hispanoamericano“, der Pazifikseite von Mittel- und Südamerika, und in den Philippinen, auf der asiatischen Seite des Pazifiks, konnten sie tatsächlich für Jahrhunderte die gesuchten Reichtümer anhäufen und die selbstgestellte Aufgabe der „Zivilisierung“ der „Indios“ vervollkommnen.

Dennoch finden sich auch im 21. Jahrhundert auf den von den Spaniern im 16. Jahrhundert entdeckten Inseln Melanesiens, Mikronesiens und Polynesiens noch vereinzelte Erinnerungsfetzen, Legenden und Artefakte. Diesen Reminiszenzen gehen die beiden Autoren in einer von West nach Ost gelegten Reiseroute nach, treffen auf Ausgefallenes, Abwegiges und Berührendes.
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Die Erfindung des Kolonialismus - revisited

Aktualisierte, erweiterte und überarbeitete Auflage

Ronald Daus

Mit diesem Buch halten die Leserinnen und Leser die aktualisierte, erweiterte und überarbeitete Version meines 1983 publizierten Bandes „Die Erfindung des Kolonialismus“ in Händen. Die Erforschung der Beweggründe, die zur ersten Globalisierung durch die Europäer führten, hat in Zeiten der zweiten Globalisierung im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Brisanz verloren.
Denn die Grundlagen einer neuen Weltordnung basieren nicht mehr vorrangig auf dem Besitz territorialer Großreiche, sondern auf der Kontrolle von Informations-, Kapital-, Güter- und Menschenströmen. Diejenigen Globalstrategen, die in der Tradition der Seeherrschaft stehen, werden dabei wohl die Oberhand behalten. In der Nachfolge der europäischen Expansion verfahren sie nach dem Vorbild der ersten großen europäischen Kolonialmacht, Portugal. Es hatte sich mithilfe seiner Seestreitmacht und gezielt implantierter Brückenköpfe die Kontrolle der Waren- und Informationsströme zwischen Europa und Asien gesichert.
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Neuerscheinung: Durban

Essay über eine Weltstadt im toten Winkel

Ronald Daus, Ursula Daus

Die südafrikanische Metropole Durban wurde 2015 von der UNESCO zu einer der "7 Wonders Cities" gewählt. Dieser Titel wird verliehen für "Städte, die die Errungenschaften und Hoffnungen des 21. Jahrhunderts am besten repräsentieren".

Mit dieser Auszeichnung war es einer von der Weltöffentlichkeit bisher weitgehend unbeachteten Hafenstadt am Indischen Ozean gelungen, ihr Image wirkungsvoll und grundlegend für ihre Einwohner und ihre Besucher zu verändern.

Die Monographie "Durban - Essay über eine Weltstadt im toten Winkel", 2017, erscheint zum 30jährigen Jubiläum der ersten Stadtmonographie in unserem Verlag im Jahr 1987: "Manila - Essay über die Karriere einer Weltstadt" von Ronald Daus.


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KOSMOPOLIS - Interkulturelle Zeitschrift aus Berlin 33-34/2018

Walkabout

„Dulwan mamaa“ nennen die Angehörigen des Ngarinyin-Stammes im australischen Nordwesten der Kimberley-Region die geheimen Pfade auf denen sie seit Urzeiten altes Wissen ihren Nachkommen übermitteln. Es gibt nur „eine Straße, einen einzigen Weg. Wir gehen diesen Weg“ singen sie und tanzen dazu die heiligen Schritte. Denn Wissen muß weitergegeben werden. Und im 21. Jahrhundert haben sie zusätzlich den Weg ihrer Zeit gewählt, den digitalen Pfad, damit die zukünftigen Stammesmitglieder die Bedeutung der überlieferten Botschaften verstehen. Die lange Wanderung auf den historischen Traumpfaden ihrer Totemtiere wird um die virtuellen Kommunikationsmittel ergänzt. Die direkte Verbindung zur Erde, die die Aborigines während ihres Walkabout durch trockene Täler, über Sanddünen und entlang der Billabongs unter ihren Füßen spürten, scheint nicht mehr im Zentrum der Traditionsvermittlung zu stehen.
Und so legen auch unsere Autorinnen und Autoren virtuelle und tatsächliche geheimnisträchtige Pfade wie ein vielmaschiges Netz über unseren Globus. Sie berichten von ihren gesammelten Erfahrungen aus Europa und Afrika genauso wie aus Südamerika und Asien. Sie vermitteln uns ihr subjektives Bild von einer Welt, die sich erneut in einem schöpferischen Chaos befindet, wo Erschaffen in Kunst und Literatur genauso seinen Platz hat wie gedankenlose oder prämeditierte Zerstörung der Lebensumwelt.
Auch wenn Milliarden Klicks im Internet das virtuelle Reisen zu einer alltäglichen Erfahrung gemacht haben, lösen tatsächliche Eindrücke noch immer die stärksten Emotionen aus. So verursacht eine millionenfache Bewegung von Menschen auf der Suche nach einem besseren oder abwechslungsreicheren Leben bei einigen Beobachtern auch negative Vorahnungen. „Das große Gleiten ist jetzt in das gesamte Spektrum menschlichen Lebens eingedrungen“, konstatiert der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk.
Das jahrtausendealte australische Konzept des Walkabout hat schlußendlich die gesamte Menschheit erfaßt.
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